Salsa und Rumba auf gut „Kubayerisch“

Los Dos Y Compañeros in der Flussmeisterei

Neu-Ulm Salsa und Son, Rumba und Cha-cha mit bayerischen Texten. Kann das gutgehen? Die Band Los Dos Y Compañeros aus der Oberpfalz – und das spielend. Das Publikum in der Flussmeisterei jedenfalls war begeistert: Weißbier, Wein und Hüftschwung gingen eine wunderbare Symbiose ein. Los Dos Y Compañeros erobern allerorten die Herzen des Publikums mit ihren selbstironischen Auftritten und einer musikalischen Perfektion, als seien sie allesamt nicht in Amberg und Umgebung geboren, sondern in Havanna. Ihre Qualitäten haben sich in der Tat auch bis nach Kuba herumgesprochen, wo Buena-Vista-Superstar Luis Frank Arias auf die Oberpfälzer Buam aufmerksam wurde. Er machte mit ihnen eine gemeinsame CD („Kula Sack“) und geht jetzt mit auf Tournee, um auch neue Lieder vorzustellen, die im Herbst auf den Markt kommen.

„Besame mucho“ funktioniert auch in Oberpfälzer Mundart

Die zwei Musiker Don Michon und Don Macson („Los Dos“) gewannen 1996 einen Bandwettbewerb des BR-Jugendmagazins Zündfunk mit ihren Salsa-Interpretationen auf Oberpfälzer Mundart und scharten danach weitere Musiker (die „Compañeros“) um sich. Ungeniert kramen die Musiker aus dem großen Latino-Musikladen das heraus, was ihnen passt und modeln die Texte wie bei dem Klassiker „Son de la loma“ um, der dann „Fragst de Oma“ heißt. „Besame mucho“ und andere Ohrwürmer kommen ebenso ungeniert auf Mundart daher. Das Erfolgsgeheimnis dieser Band ist die Leichtigkeit, mit der sie selbst schwierigste rhythmische Passagen kubanischer Volksmusik meistert. Und wenn Los Dos Y Compañeros Stücke von Giraldo Piloto und Los Van Van spielen, dann glaubt man, diese Salsa-Götter seien leibhaftig in die Flussmeisterei gebeamt worden, so satt ist der groovige Salsa-Sound.