Mellow Marks sonnige Songs in der Flussmeisterei
Mit sonnigen Songs vertrieb Mark Schlumberger, besser bekannt als Mellow Mark, beim Konzert in der Flussmeisterei den grauen Regenhimmel.
Als einer der innovativsten deutschen Musiker und Songschreiber ist Mellow Mark seit mehr als einem Jahrzehnt aktiv. Musikalisch verarbeitet er Einflüsse von Reggae über World Music bis hin zum Hip Hop, bleibt dabei aber immer auch Singer/Songwriter.
Genau diese Facette seines Schaffens kann man bei seinen aktuellen Konzerten erleben, in denenMellow Mark unter seinem bürgerlichen Namen Mark Schlumberberger auftritt. Leider stand das Konzert in der Flussmeisterei unter keinen guten Wetterbedingungen, aber Mark Schlumberger schaffte es, in die Flussmeisterei-Hütte eine wenig Sonnenglanz zu zaubern.
Ganz alleine stand er zu Beginn des Konzerts mit seiner akustischen Gitarre auf der Bühne, sang in "Foundation" die Zeile: "Ich genieße den süßen Geschmack des Südens" und gab damit schon gleich die musikalische Richtung des Abends vor. Lässige Rhythmen, und seine rund 80 Fans groovten von Anfang an genauso lässig mit. Bei "Layla" kam dann ein zweiter Mann auf die Bühne: Max Klaas, gerade mal 18, aber schon jetzt ein beeindruckender Percussionist. Mit ihm gewinnen die Songs noch mehr an Druck und Dynamik.
Viele der Songs, die Schlumberger spielt, sind Mellow-Mark-Titel. Aber er nutzt solche kleinen Konzerte auch, um Songs anderer Künstler zu interpretieren, etwa "I Need A Dollar" von Aloe Blacc. Da freute er sich, das er hier auch einmal die E-Gitarre auspacken durfte: "Ist mir in meiner Band leider verboten!" witzelte er. Noch so ein paar Klassiker spielte er im Laufe des Abends, "Wish You Were Here", "Big Yellow Taxi", "Here Comes The Sun", meist kommen diese Coversongs mit leichtem Reggae-Flair daher. Und bei "Cat"s In The Craddle" spielt wohl Marks Erfahrungen als junger Vater eine Rolle.
Für alle Fans gab es selbstverständlich auch Lieder wie "Astronaut" oder "Was geht ab mit der Liebe", natürlich wurde "Revolution" in Neu Ulm gemacht, und "Metropolis" beschreibt seine Sicht auf große Städte wie Berlin, wo er lange lebte. Mittlerweile wohnt er mit Familie etwas beschaulicher in Potsdam. Ein paar brandneue Songs gab es auch, in Neu Ulm spielte er sie zum allerersten Mal live: "Ich bin ein Pappkaffeebecher" oder "Klick" kamen sofort gut an.
Ein wirklich kurzweiliger Abend, und die vielen Zugaben von Schlumberger und Klaas bewahrten die Fans noch ein paar Minuten länger davor, hinaus in den strömenden Regen zu müssen. Aber mit den vielen verinnerlichten Sommervibes konnte man dann auch diese Tropfen locker abperlen lassen.