Flussmeisterei bietet Salsa aus der Oberpfalz
Guter Danson und Son kommen nicht nur aus Kuba. Denn im oberpfälzischen Amberg gibt es Herren, die sich nicht dem heimischen Ländler widmen, sondern eben jenen Klängen, die man in Europa unter Salsa subsumiert. Los Dos y Compa·eros nennt sich das rhythmische Dutzend, das sich selbst als Salsa-Guerilleros bezeichnet und das jetzt in der Flussmeisterei vor 500 Zuhörern gastierte. Die Herren aus Amberg begeben sich tatsächlich in den Untergrund - in den sprachlichen des Oberpfälzer Dialektes. Salsa auf Bairisch? Das geht höchst amüsant zusammen. Weil die Herren ihre Übersetzungen auch nicht bierernst, sondern lautmalerisch entspannt angehen: Aus Tito Puentes "Oye como va" wird "Jodeln konn i a", aus Ritchie Valens "La Bamba" die Ode an Schweinsbraten, Knödel und Blaukraut "Heit kocht Mama".
Dass dieses Konzept nicht zur reinen Musikclownerei verkommt, ist der hohen Musikalität des Dutzends zu verdanken. Denn Danson, Son und Merengue klingen bei den Ambergern so authentisch, als habe man den Malecón Havannas an die Vils verlegt - das findet auch der kubanische Sänger Luis Frank Arias, der in der Flussmeisterei stimmstark mit vor der Partie war. hep
Info Am 21. Juli gastiert die Deep Dive Corporation mit Peter Musenbrink, Hellmut Hattler und Jürgen Schlachter in der Flussmeisterei.