Brasilianisches Strandfeeling mit Lica Tito
Die Sonne schien sich am Sonntag langsam wieder zum Sommer zu bekehren - und wie zur Unterstützung heizte dann auch noch die temperamentvolle Brasilianerin Lica Tito ihren Zuhörern im Flussmeisterschuppen ein. Strandfeeling an der Donau.
Seit vielen Jahren ist die Sängerin in ihrem Heimatland in Sachen Musik unterwegs. Zuerst war sie Mitglied einer weiblichen Rap-Formation, dann gab sie Workshops für die Bevölkerung mitten im Regenwald am Amazonas. Nun widmet sie sich ihrer Solo-Karriere und ist deshalb derzeit auch in Deutschland unterwegs.
Zusammen mit dem Gitarristen Julio Yates weiß sie die kleine Bühne am Donau-Ufer zu füllen und das Publikum mit ihrer angenehmen Stimme für sich einzunehmen. Ihre meist selbstgeschriebenen Lieder auf Portugiesisch, Spanisch oder Englisch vermitteln eine ansteckende Lebensfreude. In den Zwischenspielen kann Gitarrist Yates seine stupenden Fertigkeiten auskosten. Kaum ein Zuhörer kann da lange still stehen. Die Musik geht in die Beine, und man fängt an zu tanzen. Mit souligem Feeling, HipHop-Einlagen und RnB-Klängen, mit Mitsing-Teilen und ständigem Publikumskontakt vermittelt die kleine Sängerin mit ihrer großen Stimme pure Lebensfreude. Der Soundmischer sorgte für den angemessenen Klang.
Nach einer Hommage an die jüngst verstorbene Amy Winehouse und zwei Zugaben verabschiedete sich die sympathische Künstlerin am Ende mit dem Versprechen, auch nach Neu-Ulm wiederzukommen.
GOTTFRIED LOTHAR